Exhibitions

Muzeum Susch

MUSEUM AM ALPENPASS

Wir freuen uns, die Eröffnung des MUZEUM SUSCH ankündigen zu können. Diese, von Grazyna Kulczyk ins Leben gerufene Institution für zeitgenössische Kunst befindet sich in Susch, einem Engadiner Dorf mit bewegter Geschichte. In dem langgstreckten, reizvollen Tal hat es schon immer einen regen kulturellen Austausch über die Landesgrenzen hinweg gegeben. Viele Künstler und Intellektuelle haben, fasziniert von der eindrucksvollen Landschaft, das Engadin zu ihrer Wahlheimat erkoren. Auch das MUZEUM SUSCH liess sich von dieser grandiosen Umgebung begeistern und entschied sich, dort ein lebendiges Zentrum für künstlerische Produktion und Rezeption zu schaffen.

 

NEUE PRODUKTIONEN UND LESARTEN

Neben Grazyna Kulczyks umfangreicher Sammlung von internationaler Kunst mit dem Schwerpunkt auf mitteleuropäischer Nachkriegskunst, will das MUZEUM SUSCH auch temporäre Ausstellungen, neue künstlerische Produktionen, Künstlerresidenzen und zwischen Ost und West vermittelnde Events organisieren. Die Institution als kontinuierlicher Prozess Der methodische Ansatz der Institution besteht in der Verbindung von Museum und Künstlerateliers, um so einen Ort der Begegnung zu initiieren, wo kunsthistorische Narrativen ständig neu interpretiert werden und gleichzeitig auch neue Kunst entsteht. Die Künstler werden aufgefordert, die Identität des Museums durch ortsspezifische Interventionen aktiv mitzugestalten.

 

KRITISCHE RÜCKBESINNUNG

Statt sanktioniertes Wissen zu vermitteln, möchte das Museum, sich mit neuen Fragen auseinandersetzen. Eine Besonderheit ist das Residenz-Programm, das Künstler und Kunstproduzenten aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringt und ein Forum schafft für kritische Auseinandersetzung, disziplinübergreifende Dialoge und innovatives, künstlerisches Arbeiten. An das Museumsgebäude schließt sich „la Chesa Santa“ an, ein altes Engadiner Haus mit mehreren Räumen und Ateliers, die für die Residenzen bestimmt sind.

 

ALPIN UND INDUSTRIELL

Untergebracht hat Grazyna Kulczyk ihr Museum in einer Brauerei aus dem 19. Jahrhundert. Diese ehemalige Industrieanlage wird im Augenblick von den Schweizer Architekten Lukas Voellmy und Chasper Schmidlin ausgebaut. 2017 sollen die Arbeiten beendet sein. Ausgehend von der vorhandenen industriellen Anlage schaffen die Architekten ein komplexes Museum, indem sie die Struktur des Gebäudes behutsam erneuern und diskret intervenieren. Der labyrinthische Charakter des Museums – die Brauerei war ursprünglich in den Fels geschlagen – bietet ein ganzes Spektrum von unterschiedlichen Ausstellungsräumen, die zu experimentellen Präsentationen und künstlerischen Produktionen einladen und die Besucher auf Entdeckungsreise schicken.

 

IN BEWEGUNG

Die Eröffnung des MUZEUM SUSCH soll im Winter 2018 stattfinden. In der Zwischenzeit organisiert das Museum kollaborative Veranstaltungen, um die Öffentlichkeit in den Bauprozess einzubeziehen. Angestrebt wird auch ein intensiver Austausch mit andern regionalen Kunstprojekten sowie den städtischen Zentren. Für Januar 2017 ist eine erste gemeinsame Veranstaltung mit den Engadiner Art Talks geplant.

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